Haustier-News

Repräsentative Internet-Umfrage zeigt Nachholbedarf bei der Gesundheitsvorsorge von Hund und Katze

11.08.2009

 

Internet-Umfrage zeigt Nachholbedarf bei der Gesundheitsvorsorge von Hund und KatzeFünfeinhalb Millionen Hunde und mehr als acht Millionen Katzen leben in deutschen Haushalten. Doch in Sachen Gesundheitsvorsorge besteht weiterhin großer Nachholbedarf. Das zeigt auch eine repräsentative Internet-Umfrage unter 1.000 Hunde- und Katzenbesitzern im Alter zwischen 18 und 55 Jahren, die vom F&S Medienservice im Auftrag des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) durchgeführt wurde. Danach ist der Tierarzt für gerade einmal 58 Prozent der Befragten der wichtigste Ansprechpartner bei der Gesundheitsvorsorge von Hund und Katze. Zu wenige Tiere sind ausreichend vor Infektionskrankheiten geschützt, was wohl auch an manchem Wissensdefizit der Halter liegt: Fast jeder dritte Befragte war der Meinung, dass die Grundimmunisierung Hund und Katze fürs ganze Leben schützt. Doch jede Impfung muss in regelmäßigen Abständen wieder aufgefrischt werden.

„Mindestens einmal im Jahr zum Tierarzt“ ist die Empfehlung des bpt, um Untersuchungen zur Gesundheitsvorsorge und notwendige Impfungen bei Hund und Katze durchführen zu lassen. Angesichts unterschiedlicher Impfzeiträume, verschiedener Impfstoffe und regionaler Gegebenheiten sollte der Tierarzt vor Ort der erste Ansprechpartner sein, um dabei den Überblick zu behalten. Aber nur 58 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich tatsächlich in Sachen Gesundheitsvorsorge vor allem beim Tierarzt informieren. Informationen aus dem Internet kommt mit 26 Prozent der Antworten die zweitgrößte Wichtigkeit zu, gefolgt von Zeitschriften und Fachbüchern sowie persönlichen Kontakten (Freunde und Bekannte).


Zu wenige Hunde und Katzen sind ausreichend geimpft


In Sachen notwendiger Impfungen schneiden die Befragten im Internet deutlich besser ab, als die Lage von den Experten eingeschätzt wird: 63 Prozent der Hunde- und Katzenbesitzer gaben an, dass ihre Schützlinge alle empfohlenen Impfungen erhalten haben; bei 17 Prozent waren es zumindest „einige“. Nur neun Prozent sagten aus, dass ihre Tiere nicht geimpft sind; elf Prozent wussten es zum Zeitpunkt der Umfrage nicht. Die Fakten sprechen jedoch eine andere Sprache: Nur die Hälfte aller Hunde und nur ein Drittel aller Katzen in Deutschland ist ausreichend vor gefährlichen Infektionskrankheiten geschützt. Ein wirksamer Seuchenschutz, die so genannte Populationsimmunität, ist jedoch erst bei 70 Prozent geimpfter Tiere gegeben. Die Ständige Impfkommission Vet. (StIKo Vet.) empfiehlt deshalb für Hunde regelmäßige Impfungen gegen Staupe, HCC (Ansteckende Leberentzündung), Parvovirose, Leptospirose und Tollwut, für Katzen gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut (bei Freigängern).


Fehlende Informationen = fehlender Impfschutz?


Eine mögliche Begründung für das scheinbar etwas bessere Impfbewusstsein der befragten Tierhalter liegt darin, dass trügerische Sicherheiten angenommen werden: Fast jeder dritte Befragte stimmte der Aussage zu, dass die Grundimmunisierung junger Hunde und Katzen sie fürs ganze Leben schützt. Jede Impfung muss jedoch spätestens nach ein bis drei Jahren aufgefrischt werden. Zehn Prozent der Befragten stimmte der – ebenfalls falschen – Aussage zu, dass „Wohnungskatzen“ nicht geimpft werden müssten. Zumindest das Thema Tollwut ist wohl den meisten Tierbesitzern geläufig. Lediglich 16 Prozent der Befragten nahmen fälschlicherweise an, dass die Krankheit bei Hunden und Katzen nicht immer tödlich verläuft. Der richtigen Aussage, dass Tollwut in Deutschland auch durch Fledermäuse übertragen werden kann, stimmten jedoch nur 25 Prozent der Befragten zu.
 

Tierärzte vor Ort und im Internet präsent


Die repräsentative Online-Umfrage hat gezeigt, wie wichtig der Tierarzt als kompetenter Hauptansprechpartner in Sachen Tiergesundheit ist. Um auch der stärker werdenden Nachfrage nach Informationen im Internet nachzukommen, bietet der Bundesverband Praktizierender Tierärzte auf der Seite www.smile-tierliebe.de umfangreiche Informationen zur Gesundheitsvorsorge bei Hunden, Katzen und Heimtieren aus erster Hand. Immer auf dem neuesten Stand bleibt man mit dem Newsletter „Tiergesundheit“, der ebenfalls über die Seite abonniert werden kann.


Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des bpt (Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V.)


Ansprechpartner für diese Meldung:
Pressestelle des bpt: Astrid Behr
Tel. 069 - 66 98 18 - 15
Fax  069 - 66 98 18 - 55
email: bpt.behr@tieraerzteverband.de

 

Merken |


07.10.2009 – Erinnerung zum Welt-Tollwut-Tag: Impfstatus bei Hunden und Katzen überprüfen
Anlässlich des Welt-Tollwut-Tages am 28. September erinnert der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) Hunde- und Katzenhalter daran, den Impfschutz ihrer Tiere zu überprüfen. Zwar darf sich Deutschland nach den internati... [alles lesen]
12.08.2009 – Tierärzte: Schutzimpfungen retten Leben Staupenachweis im Landkreis Uelzen als Weckruf
„Schutzimpfungen sind keine reine Formalität für Auslandsreisen mit Tier, sie können Leben retten,“ bekräftigt Dr. Hans-Joachim Götz, Präsident des Bundesverbands Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) s... [alles lesen]
11.08.2009 – Hitze, Maden, Futter, Wasser: Tipps vom Tierarzt für Tiere im Sommer
Die heiße Jahreszeit steht bevor – Mitte Juli bis Ende August. Was für uns Freibadsaison und Eis-Schlecken erwarten lässt, kann für unsere Haustiere Stress, Leiden Hitzschlag und Lebensgefahr bedeuten. Damit auch für... [alles lesen]
11.08.2009 – Repräsentative Internet-Umfrage zeigt Nachholbedarf bei der Gesundheitsvorsorge von Hund und Katze
Fünfeinhalb Millionen Hunde und mehr als acht Millionen Katzen leben in deutschen Haushalten. Doch in Sachen Gesundheitsvorsorge besteht weiterhin großer Nachholbedarf. Das zeigt auch eine repräsentative Internet-Umfrage unter 1.000... [alles lesen]
10.08.2009 – Tierärzte warnen: Selbstbehandlung von Haustieren kann tödlich enden
Fieber, Schnupfen oder allgemeines Unwohlsein – gegen die meisten eigenen Wehwehchen hat der Mensch ein Mittel zu Hause. Und wenn das Haustier kränkelt, meint so mancher Tierhalter: „Was für mich gut ist, kann für das Tie... [alles lesen]
14.06.2009 – Sommerferien mit Hund: Schon jetzt planen
Die ersten warmen Sonnenstrahlen wecken bei vielen Menschen die Reiselust. Soll der Familienhund mit in den Sommerurlaub gehen, ist jedoch eine frühzeitige Reiseplanung unerlässlich. So müssen z. B. vor der Einreise nach Irland, Malt... [alles lesen]
Haustier-Newsarchiv

Damit Ihre Katze gut versorgt ist:

Katzenversicherung

Krankenversicherung für Katzen - ab 9,90 €

 

 

Für gute Versorgung Ihres Hundes:

Hundeversicherung

Krankenversicherung für Hunde - ab 15,90 €

 

 

Für alle teuren Schnapsideen:

Hundehalter-Haftpflicht

Hundehalter-Haftpflicht